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Unterschiedliche Träger mit jeweils spezifischem "Know How" kooperieren in INA. Ihr Zusammenwirken ist die Basis für die Entwicklung und Erprobung des Übergangsmanagements für (ehemalige) Gefangene.

F�rderer

Projektträger

Die einzelnen Projektträger und die mit der Umsetzung beauftragten Einrichtungen nehmen in INA unterschiedliche Aufgaben wahr.

Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

Rechtsgrundlage:
Das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Kurzform: JM NRW) ist eines von zehn Landesministerien mit Sitz in Düsseldorf und oberste Landesbehörde der nordrhein-westfälischen Justizverwaltung.

Leistungsspektrum:
Das Justizministerium hat sechs Fachabteilungen. Angegliedert ist außerdem das Landesjustizprüfungsamt. Die Zuständigkeit für das Modellprojekt INA liegt in der Abteilung IV "Justizvollzug", in dem die strategischen Ziele des Justizvollzuges erarbeitet und definiert werden. Hier liegt auch die oberste Dienst- und Fachaufsicht über die  36 Justizvollzugsanstalten mit rund 18.500 Haftplätzen,  sechs Jugendarrestanstalten sowie die Justizvollzugsschule in Wuppertal.
Eine der wesentlichsten Aufgaben besteht angesichts der ständig knapper werdenden Ressourcen darin, alle Anstrengungen zu unternehmen, auch künftig die sichere Unterbringung der Gefangenen und eine den persönlichen Bedürfnissen jedes Einzelnen gerecht werdende Behandlung von gleich bleibend hohem Standard zu gewährleisten. Im Einzelnen betrifft dies vor allem Aufgaben der Verwaltungsmodernisierung und der Gestaltung des Vollzuges sowie einer differenzierten Behandlung, die die Gefangenen befähigt, nach ihrer Entlassung ein Leben in sozialer Verantwortung zu führen. Hinzu kommen Aufgaben der Sicherheit und der Logistik im Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen.

Aufgaben in dem Modellprojekt INA:
Das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat mit dem Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT)  einen grundlegenden Kooperationsvertrag zur Durchführung des Modellprojektes INA geschlossen. Die Gesamtleitung des Modellprojektes wird zwischen den Vertragspartnern, für das Justizministerium durch den Kriminologischen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (KrimD NRW), arbeitsteilig verantwortet. Das Justizministerium schafft die erforderlichen rechtlichen, haushalterischen organisatorischen, technischen und personellen Voraussetzungen zur Durchführung des Modellprojektes in den beteiligten Justizvollzugsanstalten. Dies schließt die Gewährleistung der erforderlichen Kofinanzierung sowie die juristische Beratung des Modellprojektes ebenso ein wie die gegebenenfalls erforderlich werdende Schaffung geeigneter Voraussetzungen zur landesweiten Umsetzung der in INA entwickelten Strukturen, Instrumente und Verfahrensweisen im Falle eines erfolgreichen Projektabschlusses.

Kontakt:
Karl Eberhard Löhmer
Tel.: +49 (0)211 8792 - 228
E-Mail: eberhard.loehmer@jm.nrw.de


Magnus Pehle
Tel.: +49 (0)211 8792 - 450
E-Mail: magnus.pehle@jm.nrw.de


Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen
Martin-Luther-Platz 40
40190 Düsseldorf
Tel: +49 (0)211 8792 - 0  Fax: +49 (0)211 8792 - 573
Internet: http://www.jm.nrw.de/


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Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen

Rechtsgrundlage:
Der Kriminologische Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen (KrimD NRW) betreibt auf der Grundlage der § 166 StVollzG (Strafvollzugsgesetz) und des § 108 JStVollzG NRW (Jugendstrafvollzugsgesetz Nordrhein-Westfalen) praxisorientierte kriminologische Forschung zu Problemen, Maßnahmen und Wirkungen des Strafvollzugs.

Leistungsspektrum:
Im Einzelnen beinhaltet dies Dokumentationsaufgaben wie die Recherche, Erfassung und Auswertung relevanter Literatur sowie die themenspezifische Aufbereitung amtlicher Statistiken. Darüber hinaus führt der Kriminologische Dienst empirische Problemfeldanalysen, Legalbewährungsuntersuchungen und Evaluationsstudien im Strafvollzug und weiteren Bereichen der Strafrechtspflege durch. Die Entwicklung, koordinierende Begleitung und Erfolgskontrolle von Modellprojekten, die teilweise aus Drittmitteln (z. B. aus EU-Förderprogrammen) kofinanziert werden und der Innovationsförderung dienen, gehört zudem ebenso zu seinen Aufgaben wie die Begutachtung und beratende Begleitung externer Forschungsvorhaben mit überörtlicher oder besonderer rechtspolitischer Bedeutung. Die Arbeitsergebnisse werden in justizinterne Arbeitsgruppen eingebracht, in Konferenzen und Kolloquien mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Politik, Forschung und Praxis präsentiert sowie in wissenschaftlichen Fachbeiträgen veröffentlicht.

Aufgaben in dem Modellprojekt INA:
Das Modellprojekt INA beinhaltet das gesamte Leistungsspektrum in exemplarischer Weise. Das Projekt wurde auf der Grundlage einschlägiger Forschungsergebnisse durch den Kriminologischen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen entwickelt. Im Rahmen der Projektumsetzung ist der KrimD NRW maßgeblich an der inhaltlich/fachlichen Gesamtleitung beteiligt, die er namentlich im Sinne einer "formativen Evaluierung" wahrnimmt. Die Erfahrungen aus den damit verbundenen Koordinationsaufgaben und die Ergebnisse der empirischen Erfolgskontrollen werden schließlich für die konzeptionelle und organisatorische Weiterentwicklung des angestrebten "erweiterten Übergangsmanagements" und zur Entwicklung von Vorschlägen für die Übernahme erfolgreich getesteter Projektinhalte in den "Regelbetrieb" des Strafvollzuges des Landes Nordrhein-Westfalen genutzt.

Kontakt:
Kriminologischer Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen 
Fritz-Roeber-Straße 2
40213 Düsseldorf
Tel: +49 (0)211 6025-1102  Fax: +49 (0)211 6025-2923
E-Mail: poststelle@krimd.nrw.de
Internet: www.justiz.nrw.de/BS/Justizvollzug/KrimD/index.php


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Westdeutscher Handwerkskammertag

Rechtsgrundlage:
Der Westdeutsche Handwerkskammertag mit Sitz in Düsseldorf umfasst als regionaler Handwerkskammertag den Zusammenschluss der sieben Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen.

Leistungsspektrum:
Der Westdeutsche Handwerkskammertag hat unbeschadet der Selbständigkeit der einzelnen Kammern folgende Aufgaben:

  • Die Koordinierung der Auffassungen über die einheitliche Durchführung der gemeinschaftlichen Aufgaben der Handwerkskammern,
  • die Vertretung der gemeinschaftlichen Angelegenheiten der Handwerkskammern gegenüber der Landesregierung und den obersten Landesbehörden,
  • die Pflege der Beziehungen der Handwerkskammern zu den übrigen Organisationen des Handwerks, der Wirtschaft, zu den Universitäten und wissenschaftlichen Instituten,
  • die Durchführung gemeinsamer, im Interesse des Gesamthandwerks liegender Maßnahmen auf Landesebene,
  • die Ausführung weiterer Sonderaufgaben.

Zu den vom WHKT vorrangig behandelten Sachthemen gehören das Handwerks- und Gewerberecht, das Organisationswesen, die Berufsbildung und Schulpolitik, die Nachwuchssicherung sowie die Themen Migration/Integration.
Zudem befasst sich der WHKT mit der Wirtschaftsbeobachtung und Statistik, dem Sachverständigenwesen, Planungs- und Umweltschutzfragen, Europapolitik, Multimedia, E-Government, Gestaltung sowie der Öffentlichkeitsarbeit für das Gesamthandwerk.
Die Betreuung der einzelnen Sachaufgaben ist nach einem Federführungsprinzip auf die einzelnen Handwerkskammern verteilt.

Aufgaben in dem Modellprojekt INA:
Der Westdeutsche Handwerkskammertrag zeichnet als Antragsteller des Modellprojektes INA, neben dem Kriminologischen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen, maßgeblich für die Gesamtsteuerung des Projektes verantwortlich. Zusätzlich zu den gemeinsam getragenen Projektleitungsaufgaben obliegt dem Westdeutschen Handwerkskammertag die administrative Projektsteuerung.

Kontakt:
Westdeutscher Handwerkskammertag
Rechtsanwalt Harald Bex
Referat Recht- und Sachverständigenwesen
Sternwartstraße 27-29
40223 Düsseldorf
Tel: +49 (0)211 3007-765  Fax: +49 (0)211 3007-900
E-Mail: harald.bex@handwerk-nrw.de
Internet: www.handwerk-nrw.de


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Gesellschaft für Qualifizierung im Handwerk

Grundlegende Informationen:
Die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hängt entscheidend von der beruflichen Ausbildung sowie der Weiter- und Fortbildung und der sich daraus späteren möglichen Berufstätigkeit ab. Vor diesem Hintergrund wurde die Gesellschaft für Qualifizierung im Handwerk mbH, im Folgenden GQH genannt, 1995 als 100%ige Tochter der Handwerkskammer Düsseldorf gegründet. In der Abgrenzung zu den Bildungsmaßnahmen der Kammer, soll die GQH die arbeitsmarktpolitischen Programme des Bundes, des Landes und der Kommunen durchführen. Im Gesellschaftervertrag ist der Zweck der GQH wie folgt definiert: "Zweck der Gesellschaft ist die Förderung der beruflichen Qualifizierung im Handwerk. Der Zweck wird insbesondere verwirklicht durch die Entwicklung, Durchführung und Betreuung von geeigneten Bildungsmaßnahmen zur Qualifizierung und Wiedereingliederung von erwerbslosen Jugendlichen und Erwachsenen in den 1. Arbeitsmarkt. Die örtlich-regionale Präsenz der GQH und ihr breitgefächertes Angebot sind Nachweis ihrer engagierten, kundenorientierten und qualitativ hochwertigen Bildungsarbeit. Als Träger der beruflichen Weiterbildung ist die GQH nach der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung - Weiterbildung (AZWV) und nach DIN EN ISO 9001:2000 durch die CERTQUA zertifiziert.

Leistungsspektrum:
Die Schwerpunkte der Angebote der GQH liegen auf gewerblich-technischem Gebiet. Mit diesen Angeboten will die GQH insbesondere die Zielgruppen des Arbeitsmarktes (z.B. förderfähige Jugendliche, Migranten, Berufsrückkehrerinnen, Langzeitarbeitslose) ansprechen. Bei der Fortbildung von Arbeitssuchenden steht die Vermittlung in Arbeit, z.B. über den Weg eines Praktikums in einem Unternehmen, im Mittelpunkt unseres Angebots. Die GQH versteht ihre Rolle dabei als kompetenter Dienstleister an der Schnittstelle zum Arbeitsmarkt, der neue Anforderungsprofile erkennt, daraus fachlich fundierte und didaktisch reflektierte Konzepte entwickelt und sachliche Ressourcen bündelt und gezielt einsetzt.

Aufgaben in dem Modellprojekt INA:
Die GQH trägt die Verantwortung für das Übergangsmanagement-Teams, das in jeder Justizvollzugsanstalt des Modellprojekts mit jeweils drei "Übergangsmanagern" tätig ist. Diese Teams werden durch einen Praxiskoordinator überregional gesteuert. Die GQH trägt überdies die administrative Projektsteuerung, Bereitstellung externer Beratungsbüros und die Sicherstellung der Arbeitsabläufe innerhalb des Übergangsmanagement-Teams zum Kooperationsprojekt bei. Sie ist maßgeblich an der Akquise von Partnern in Netzwerkbüros, der Kooperationsintensivierung mit Arbeitsagenturen und regionalen ARGEN, sowie der Unterstützung der formativen Evaluierung, der Auswertung rechtlicher und struktureller Hindernisse und "best Practice" Dokumentation beteiligt.

Kontakt:
Gesellschaft für Qualifizierung im Handwerk
Ina Schürmann
Georg-Schulhoff-Platz 1
40221 Düsseldorf
Tel: +49 (0)211 8795 - 554
E-Mail: ina.schuermann@gqh-jobtransfer.de